ERP für kleine Unternehmen – Systeme & Lösungen für Startups
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Kurzzusammenfassung
Viele kleine Teams starten mit einzelnen Tools für CRM, Aufgaben oder Buchhaltung. Mit wachsender Komplexität entstehen jedoch Medienbrüche, doppelte Datenpflege und fehlende Übersicht. Die Abläufe werden unübersichtlich, Daten liegen verteilt vor und Prozesse greifen nicht mehr sauber ineinander.
Ein ERP-System für kleine Unternehmen bündelt zentrale Geschäftsprozesse in einer Software und schafft eine gemeinsame Datenbasis für Kunden, Projekte und Abläufe. Ziel ist es, Informationen zu verknüpfen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass klassische ERP-Systeme für kleine Unternehmen oft überdimensioniert sind. Der große Funktionsumfang und die damit verbundenen Kosten stehen nicht immer im Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf. Gleichzeitig sind rein fragmentierte Tool-Landschaften ebenfalls keine optimale Lösung. Sinnvoll ist daher häufig ein Mittelweg: schlankere Systeme oder Unternehmenssoftware mit ERP-Funktionen, die zentrale Prozesse abbilden, ohne unnötige Komplexität zu schaffen.
Was ist ein ERP-System?
ERP steht für „Enterprise Resource Planning" und beschreibt eine Software, die zentrale Geschäftsprozesse in einem Unternehmen miteinander verbindet. Ziel ist es, alle wichtigen Daten und Abläufe wie Kunden, Projekte, Warenwirtschaft, Finanzen, Dokumente, Rechnungsprogramm und Zeiterfassung in einem System zu bündeln.
Gerade für kleine Unternehmen stellt sich bei der Auswahl eines ERP die Frage nach dem tatsächlichen Bedarf. ERP-Systeme bieten eine Vielzahl an Funktionen, darunter unter anderem Warenwirtschaft, Buchhaltung, Personalverwaltung, Controlling, CRM und Projektmanagement.
Nicht jedes Unternehmen benötigt jedoch diesen vollständigen Funktionsumfang von Anfang an. Während in manchen Fällen eine umfassende Abbildung aller Geschäftsbereiche sinnvoll ist, reicht in anderen Situationen zunächst eine strukturierte Organisation zentraler Prozesse wie Kunden, Projekte und Kommunikation, insbesondere dann, wenn keine komplexen Anforderungen wie Warenwirtschaft oder Produktion bestehen.
Hinzu kommt, dass klassische ERP-Systeme häufig mit höherem Einführungsaufwand, längeren Implementierungszeiten und entsprechenden Kosten verbunden sind. Lösungen wie SAP sind beispielsweise auf große Unternehmensstrukturen ausgelegt und für kleine Unternehmen in vielen Fällen zu umfangreich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Deshalb kommen je nach Ausgangslage unterschiedliche Softwareansätze zum Einsatz. Neben klassischen ERP-Systemen nutzen viele Unternehmen ergänzend oder alternativ Unternehmenssoftware, die sich auf bestimmte Kernprozesse konzentriert. Diese kann einzelne ERP-Funktionen abdecken, ersetzt jedoch kein vollständiges ERP-System.
ERP-System für Kleinunternehmen: Funktionen & Anforderungen
Ein praxisnahes ERP konzentriert sich auf Funktionen, die täglich genutzt werden und betriebliche Ressourcen wie Zeit, Geld und Personal effizient steuern. Ziel ist es, bestehendes Excel-Durcheinander zu vermeiden, manuelle Fehler zu reduzieren und alle Daten zentral sowie in Echtzeit verfügbar zu machen.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Warenwirtschaft und Logistik
- Finanzwesen und Buchhaltung
- CRM mit Projektmanagement
- Zeiterfassung
- Personalverwaltung
- Produktionsplanung
ERP im Kleinunternehmen: Vollumfang vs. Teil-Lösungen
Bei der Wahl des passenden ERP-Systems für kleine Unternehmen und Startups hängt die passende Lösung stark vom individuellen Anwendungsfall ab. In der Praxis zeigt sich häufig:
- Unternehmen mit komplexen Strukturen oder branchenspezifischen Anforderungen setzen auf vollständige ERP-Systeme, um alle Geschäftsbereiche integriert abzubilden
- Andere Unternehmen nutzen nur ausgewählte Funktionsbereiche, etwa für Kundenmanagement, Projekte oder interne Abläufe
Entsprechend kommen in der Praxis unterschiedliche Softwareansätze zum Einsatz. Neben klassischen ERP-Systemen existieren Lösungen, die sich auf bestimmte Kernprozesse konzentrieren und diese miteinander verbinden. Diese Systeme können einzelne ERP-nahe Funktionen abdecken und helfen dabei, Abläufe zu strukturieren und Daten zentral verfügbar zu machen. Gleichzeitig bleibt der Funktionsumfang in der Regel auf bestimmte Bereiche beschränkt.
Wichtig ist daher die Einordnung: Nicht jede Software, die mehrere Prozesse verbindet, ist ein vollständiges ERP-System. Umgekehrt ist ein vollumfängliches ERP nicht in jedem Szenario zwingend erforderlich. Für kleine Unternehmen ist entscheidend, die eigenen Prozesse und Anforderungen klar zu definieren und darauf basierend zu entscheiden, welche Systemtiefe tatsächlich benötigt wird.
ERP-Systeme für kleine Unternehmen im Vergleich
| Tool | Einsatzbereich | Stärken | Preis (ab) | Testversion |
|---|---|---|---|---|
| microtech | All-Round-ERP | Automatisierung, Buchhaltung | ab 199 €/Monat | Auf Anfrage |
| weclapp | ERP/CRM | Integration, Cloud | ab 39 €/Nutzer/Monat | Verfügbar |
| orgaMAX | Büro & Warenwirtschaft | Einfache Bedienung | ab 49 €/Monat | Verfügbar |
| Haufe X360 | Cloud-ERP | Flexibilität, Schnittstellen | ab ca. 449 €/Monat | Auf Anfrage |
| Sage 50 | KMU-ERP | Buchhaltung, Warenwirtschaft | ab ca. 25 €/Monat | Verfügbar |
| Xentral | E-Commerce | Automatisierung | ab 99 €/Monat | Verfügbar |
| MRPeasy | Produktion | Planung, Rückverfolgbarkeit | ab ca. 35,75 €/Nutzer/Monat | Verfügbar |
| ZEP | Dienstleistungen | Zeiterfassung | ab 2 €/Monat | Verfügbar |
| Scoro | Projekte | CRM + Projekte | ab ca. 18,90 €/Nutzer/Monat | Auf Anfrage |
| Billbee | E-Commerce | Multichannel | ab 9 €/Monat | Verfügbar |
| Odoo | Modulares ERP | Flexibilität | kostenlos / ab 19,90 €/Nutzer/Monat | Verfügbar |
| ERPNext | Open-Source-ERP | Kostenlos, viele Module | 0 € (Software) | Open Source |
| Unusual Suite * | CRM + Projekte | All-in-One, Integration | kostenlos / ab 29 €/Monat | Verfügbar |
microtech
weclapp
orgaMAX
Haufe X360
Sage 50
Xentral
MRPeasy
ZEP
Scoro
Billbee
Odoo
ERPNext
Unusual Suite *
ERP für Kleinunternehmen: Ausführlicher Vergleich
Die Auswahl eines passenden ERP-Systems ist für Kleinunternehmen eine entscheidende Weichenstellung für effiziente Prozesse und nachhaltiges Wachstum. Im folgenden Vergleich erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die wichtigsten Lösungen, Funktionen und Unterschiede.
ERP-komplett-Lösungen
microtech
microtech ist eine modulare ERP-Lösung aus Deutschland mit starkem Fokus auf Warenwirtschaft, Finanzprozesse und Automatisierung.
✓ Stärken: Automatisierung, Buchhaltung, umfangreiche Warenwirtschaft.
✗ Schwächen: Für einfache Anforderungen teils umfangreich, Einarbeitung notwendig, Einstiegskosten je nach Paket höher.
€ Preis: Einstieg ab ca. 199 €/Monat für Basis-Pakete, je nach Funktionsumfang variabel.
Für wen geeignet: Kleine bis mittelständische Unternehmen mit Fokus auf Warenwirtschaft, Handel oder produktnahe Prozesse.
Einordnung: Für sehr kleine Teams mit einfachen Anforderungen oft umfangreich, für wachsende Unternehmen jedoch gut skalierbar.
weclapp
weclapp ist eine ERP- und CRM-Plattform, die verschiedene Geschäftsprozesse wie Warenwirtschaft, Buchhaltung und Projektmanagement in einer integrierten Oberfläche vereint.
✓ Stärken: Integration, breite Funktionsabdeckung, gute Usability.
✗ Schwächen: Kosten steigen mit Nutzeranzahl und Modulen, bei sehr individuellen Anforderungen Anpassungen notwendig.
€ Preis: Einstieg ab ca. 39 €/Nutzer/Monat, je nach Paket und Einsatzbereich deutlich höher.
Für wen geeignet: KMU und Startups, die mehrere Geschäftsbereiche in einem System abbilden möchten.
Einordnung: Breites ERP-System, das sowohl für Dienstleistungen als auch für Handel eingesetzt wird.
orgaMAX
orgaMAX ist eine Business-Software für kleine Unternehmen mit Fokus auf Büroorganisation, Buchhaltung und Warenwirtschaft.
✓ Stärken: Einfache Bedienung, schneller Einstieg, viele Funktionen direkt integriert.
✗ Schwächen: Bei komplexeren Anforderungen begrenzt erweiterbar.
€ Preis: Einstieg ab ca. 49 €/Monat, je nach Paket und Erweiterungen variabel.
Für wen geeignet: Kleine Unternehmen, Selbstständige und wachsende KMU mit Fokus auf einfache Prozesse.
Einordnung: Besonders geeignet für den Einstieg, bei steigender Komplexität ggf. an Grenzen.
Haufe X360
Haufe X360 ist ein flexibles Cloud-ERP mit starkem Fokus auf Individualisierung und Integration in bestehende Systemlandschaften.
✓ Stärken: Hohe Flexibilität, viele Schnittstellen, modularer Aufbau.
✗ Schwächen: Implementierung aufwendig, Einführung meist partnergestützt.
€ Preis: Variabel, Einstieg laut Anbieter ab ca. 449 €/Monat, abhängig von Konfiguration.
Für wen geeignet: Mittelständische Unternehmen mit individuellen Anforderungen und Integrationsbedarf.
Einordnung: Leistungsstarkes ERP, für kleinere Teams ohne Implementierungsbudget oft zu umfangreich.
Sage 50
Sage 50 ist eine etablierte ERP- und Buchhaltungslösung mit Schwerpunkt auf Auftragsbearbeitung, Warenwirtschaft und Finanzprozessen.
✓ Stärken: Buchhaltung, Warenwirtschaft, stabile Standardprozesse.
✗ Schwächen: Weniger flexibel als moderne SaaS-Lösungen, Funktionsumfang je nach Variante unterschiedlich.
€ Preis: Einstieg ab ca. 25 €/Monat pro Arbeitsplatz (hier ausschließlich Buchhaltung), ab 35 €/Monat als Komplettlösung, meist mit Mindestanzahl an Nutzern.
Für wen geeignet: Kleine Unternehmen mit Fokus auf Buchhaltung und standardisierte Prozesse.
Einordnung: Klassische ERP-/Fibu-Lösung mit stabiler Basis, weniger auf moderne Workflows ausgelegt.
Xentral
Xentral ist ein ERP-System mit Fokus auf E-Commerce, Handel und digitale Auftragsprozesse.
✓ Stärken: Automatisierung, starke Integration in Shops und Marktplätze.
✗ Schwächen: Für reine Dienstleistungsunternehmen oft nicht die erste Wahl.
€ Preis: Einstieg ab ca. 99 €/Monat im Launch-Tarif mit Einschränkungen; reguläre Pakete liegen höher und können nutzungsabhängig sein.
Für wen geeignet: E-Commerce- und Handelsunternehmen mit wachsendem Bestellvolumen.
Einordnung: Spezialisierte ERP-Lösung für Handelsprozesse.
MRPeasy
MRPeasy ist ein ERP-System für kleine Produktionsunternehmen mit Fokus auf Fertigungsplanung und Bestandsmanagement.
✓ Stärken: Produktionsplanung, Rückverfolgbarkeit, Bestandsmanagement.
✗ Schwächen: CRM vorhanden, aber nicht Schwerpunkt der Lösung.
€ Preis: Einstieg ab höherem Preisniveau pro Nutzer/Monat, je nach Paket variabel.
Für wen geeignet: Hersteller und Produktionsbetriebe.
Einordnung: Spezialisierte ERP-Lösung für Fertigung.
Flexible und Open-Source ERP-Systeme für kleine Unternehmen
Odoo
Odoo ist ein modulares ERP-System, das sich flexibel an unterschiedliche Geschäftsprozesse anpassen lässt.
✓ Stärken: Hohe Flexibilität, modulare Struktur.
✗ Schwächen: Anpassungen und Individualisierung können zusätzlichen Aufwand erfordern.
€ Preis: Kostenlos in bestimmten Varianten (z. B. One-App-Modell), ab 19,90 €/Nutzer/Monat.
Für wen geeignet: Unternehmen mit Anpassungsbedarf und Wachstumsambitionen.
Einordnung: Flexibles ERP-System, sowohl für einfache als auch komplexe Anforderungen nutzbar.
ERPNext
ERPNext ist ein Open-Source-ERP-System mit breitem Funktionsumfang für verschiedene Geschäftsbereiche.
✓ Stärken: Viele Module, Open Source, flexibel erweiterbar.
✗ Schwächen: Bei Self-Hosting technischer Aufwand erforderlich.
€ Preis: Software kostenlos, Hosting und Betrieb kostenpflichtig; auch Managed-Hosting verfügbar.
Für wen geeignet: Unternehmen mit Bedarf an flexibler ERP-Lösung.
Einordnung: Open-Source-ERP mit verschiedenen Betriebsmodellen.
Spezialisierte Lösungen (ERP-nahe Systeme)
ZEP
ZEP ist eine Software für Zeiterfassung und Projektcontrolling, die vor allem in dienstleistungsorientierten Unternehmen eingesetzt wird.
✓ Stärken: Zeiterfassung, Projektcontrolling, einfache Nutzung.
✗ Schwächen: Kein klassisches ERP mit Warenwirtschaft oder Produktion.
€ Preis: Einstieg ab ca. 2 €/Nutzer/Monat (Basisversion), höhere Pakete verfügbar.
Für wen geeignet: Dienstleister, Agenturen und projektbasierte Unternehmen.
Einordnung: Projekt-/Dienstleistungs-ERP bzw. PSA-Lösung.
Scoro
Scoro ist eine Business-Management-Plattform für Projektgeschäft, die CRM, Projektmanagement und Abrechnung kombiniert.
✓ Stärken: CRM + Projekte, integrierte Abrechnung.
✗ Schwächen: Kosten steigen mit Funktionsumfang und Nutzeranzahl, Mindestnutzeranzahl erforderlich.
€ Preis: Einstieg ab ca. 18,90 €/Nutzer/Monat, abhängig von Paket und Nutzeranzahl.
Für wen geeignet: Agenturen und projektbasierte Unternehmen.
Einordnung: PSA-/Business-Operations-Plattform, kein klassisches ERP.
Billbee
Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software für Onlinehändler zur Verwaltung von Bestellungen, Versand und Marktplätzen.
✓ Stärken: Multichannel, viele Integrationen.
✗ Schwächen: Starker Fokus auf E-Commerce-Prozesse.
€ Preis: Einstieg ab ca. 9 €/Monat zzgl. nutzungsabhängiger Kosten.
Für wen geeignet: Kleine Onlinehändler und E-Commerce-Startups.
Einordnung: E-Commerce-Operations-Tool mit ERP-nahen Funktionen.
Unusual Suite
Unusual Suite ist eine All-in-One Business Software, die CRM mit Projektmanagement, Rechnungserstellung, Dokumente, E-Mail und weitere Prozesse in einer zentralen Plattform verbindet.
✓ Stärken: All-in-One (CRM, Projektmanagement, E-Mail, Rechnungsstellung und Dokumente in einem System), tiefgreifende Datenverknüpfung zwischen Aufgaben, Kontakten und Dokumenten, flexible Ansichten (Kanban, Power-Grid, Kalender).
✗ Schwächen: Kein vollständiges ERP-System für Bereiche wie Produktion oder Warenwirtschaft.
€ Preis: Kostenlose Version verfügbar; Pro-Version ab ca. 29 €/Nutzer/Monat – Preise hier ansehen.
Für wen geeignet: KMU und Dienstleister sowie Startups, die mehrere Prozesse in einem System bündeln und skalieren möchten.
Einordnung: Integrierte Business-Software mit ERP-nahen Funktionen, Fokus auf operative Prozesse.
Für wen eignet sich welches ERP-System?
Nicht jedes ERP passt zu jedem Unternehmen. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Branche, Teamgröße und Arbeitsweise. Entscheidend ist, welche Prozesse im Alltag tatsächlich abgebildet werden müssen und ob ein vollständiges ERP-System notwendig ist oder eine teilweise Abdeckung ausreicht.
- ERP-Software für Startups, Freelancer & kleine Teams: Kleine Teams benötigen häufig keine vollständige Abbildung aller Unternehmensbereiche. Stattdessen stehen meist operative Prozesse wie Kundenverwaltung, Projekte und Rechnungsstellung im Fokus. Entsprechend werden oft schlankere Lösungen eingesetzt, die genau diese Bereiche abdecken und einen schnellen Einstieg ermöglichen. Systeme wie orgaMAX oder Scoro sind typische Beispiele. Auch Plattformen wie Unusual Suite werden in diesem Kontext genutzt, da sie mehrere dieser Kernprozesse wie Projektmanagement, Kontakte, E-Mail-Kommunikation und Dokumente in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung bündeln. Modularere Systeme wie Odoo können ebenfalls eingesetzt werden, erfordern je nach Umfang jedoch eine intensivere Einrichtung und sind daher nicht in jedem Fall sofort einsatzbereit.
- KMU mit Kundenprojekten: Für Unternehmen mit mehreren parallelen Kundenprojekten sind Systeme sinnvoll, die CRM mit Projektmanagement und Abrechnung miteinander verbinden. Lösungen wie weclapp, Unusual Suite oder auch Plattformen wie Scoro ermöglichen es, alle relevanten Informationen zentral zu verwalten und Prozesse miteinander zu verknüpfen. Welche Lösung im Einzelfall geeignet ist, hängt jedoch stark von den individuellen Anforderungen, dem gewünschten Funktionsumfang und dem Grad der notwendigen Anpassung ab.
- E-Commerce: Xentral oder Billbee sind speziell für Handelsprozesse optimiert. Sie automatisieren Bestellungen, Lager und Versand und integrieren sich in Shopsysteme und Marktplätze. Für Unternehmen mit hohem Transaktionsvolumen ist diese Automatisierung entscheidend für Skalierung und Effizienz.
- Produktion: Produktionsunternehmen benötigen Systeme mit Funktionen zur Materialplanung, Produktionssteuerung und Bestandsverwaltung. Spezialisierte Lösungen wie MRPeasy sind gezielt auf Fertigungsprozesse ausgelegt, während andere ERP-Systeme wie microtech zusätzliche Produktionsfunktionen innerhalb eines breiteren ERP-Ansatzes bereitstellen.
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Jetzt kostenlos testenCloud vs. On-Premise: Welche ERP-Lösung passt zu kleinen Unternehmen?
Bei der Auswahl eines ERP-Systems stellt sich oft die Frage, ob eine Cloud-Lösung oder ein On-Premise-System besser geeignet ist. Der Unterschied liegt vor allem in Bereitstellung, Kosten und Wartung.
On-Premise ERP
On-Premise-Systeme werden lokal auf eigenen Servern betrieben. Unternehmen müssen sich selbst um Infrastruktur, Wartung, Updates und Datensicherheit kümmern. Das bietet zwar mehr Kontrolle und individuelle Anpassungsmöglichkeiten, erfordert aber hohe Anfangsinvestitionen und internes IT-Know-how.
Cloud-ERP
Cloud-ERP funktioniert ohne lokale Installation. Der Zugriff erfolgt über den Browser, während Infrastruktur, Wartung und Updates vollständig vom Anbieter übernommen werden. Für kleine Unternehmen bedeutet das geringere Einstiegskosten, planbare monatliche Ausgaben und deutlich weniger technischer Aufwand.
Auch in Bezug auf Flexibilität bietet Cloud-ERP klare Vorteile. Mitarbeitende können ortsunabhängig arbeiten und jederzeit auf aktuelle Daten zugreifen. Gleichzeitig lassen sich Systeme schneller einführen und bei Bedarf skalieren.
Welche ERP-Lösung passt zu kleinen Unternehmen?
Für kleine Unternehmen ist in vielen Fällen ein Cloud-basiertes ERP die praktischere Wahl. Es reduziert Komplexität und ermöglicht einen schnellen Einstieg in strukturierte Prozesse.
Viele moderne ERP-Systeme und CRM-Systeme mit ERP-nahen Funktionen werden heute standardmäßig als Cloud-Lösung (SaaS) angeboten und sind direkt über den Browser nutzbar. Dazu zählen unter anderem Lösungen wie Unusual Suite, weclapp oder Xentral. Sie übernehmen Infrastruktur, Wartung und Updates vollständig und ermöglichen so einen schnellen und unkomplizierten Einstieg.
Einige Anbieter, so auch Unusual Suite, bieten zusätzlich hybride Modelle an, bei denen neben der Cloud-Nutzung auch ein On-Premise-Betrieb möglich ist. Dazu gehören je nach Anbieter unterschiedliche Lösungen, die Unternehmen mehr Flexibilität bei der Wahl der Infrastruktur geben.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Während Cloud-ERP vor allem durch einfache Nutzung und geringe Einstiegshürden überzeugt, kann On-Premise in bestimmten Fällen Vorteile bei Kontrolle, Datenschutz oder individuellen Anpassungen bieten.
Fazit: ERP für kleine Unternehmen sinnvoll einsetzen
Ein ERP-System für kleine Unternehmen sollte vor allem den Arbeitsalltag vereinfachen und echte Entlastung schaffen. Entscheidend ist nicht die Anzahl an Funktionen, sondern wie gut ein System zu den eigenen Prozessen passt. Gerade kleine Unternehmen müssen prüfen, ob ein vollständiges ERP-System überhaupt notwendig ist. Während ERP-Systeme viele Bereiche wie Buchhaltung, Warenwirtschaft oder Controlling abdecken, bringen sie oft auch mehr Komplexität, Kosten und Einführungsaufwand mit sich.
Häufig reicht eine Unternehmenssoftware, die sich auf zentrale Prozesse konzentriert und gezielt einzelne ERP-Funktionen abbildet. Je nach Anwendungsfall unterscheiden sich die passenden Lösungen deutlich. Systeme wie orgaMAX oder Scoro eignen sich für den schnellen Einstieg, während spezialisierte ERP-Lösungen für kleine Unternehmen wie Xentral oder MRPeasy bei branchenspezifischen Anforderungen sinnvoll sind. Plattformen wie weclapp oder Haufe X360 decken mehrere Geschäftsbereiche ab.
Wichtig ist, dass die Software schnell einführbar, einfach nutzbar und skalierbar ist. Nur dann wird sie im Alltag tatsächlich genutzt. Auch Lösungen wie Unusual Suite bündeln zentrale Prozesse wie CRM und Projektmanagement und Kommunikation in einer Plattform und sind besonders dann sinnvoll, wenn der Fokus auf operativen Abläufen liegt, ohne ein vollständiges ERP-System abzubilden.
Am Ende zählt nicht die „beste" Lösung, sondern die, die zum Geschäftsmodell, den Anforderungen und dem Arbeitsalltag passt.
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Jetzt kostenlos testenFAQ zu ERP-Systemen für kleine Unternehmen
Ein ERP-System ist eine Software, die alle wichtigen Geschäftsbereiche in einem Unternehmen miteinander verbindet. Ziel ist es, Daten zentral zu verwalten und Prozesse effizient zu steuern. Typische Funktionen sind CRM, Projektmanagement, Buchhaltung oder Warenwirtschaft. Der größte Vorteil liegt in der zentralen Datenbasis: weniger Fehler, weniger Abstimmungsaufwand und mehr Übersicht.
ERP-Systeme unterscheiden sich je nach Schwerpunkt. Allround-Lösungen wie weclapp oder Haufe X360 decken viele Bereiche ab. Spezialisierte Systeme wie Xentral oder Billbee fokussieren sich auf bestimmte Anwendungsfälle, z. B. E-Commerce. Daneben gibt es integrierte Plattformen wie Unusual Suite, die CRM und Projektmanagement direkt miteinander verknüpfen.
Kostenlose ERP-Systeme gibt es als Open Source oder als eingeschränkte Versionen kommerzieller Tools, z. B. Odoo, ERPNext oder Unusual Suite. Wichtig: „kostenlos" bezieht sich bei einigen Anbietern nur auf die Software. Einrichtung, Hosting und Anpassungen verursachen oft zusätzlichen Aufwand und Kosten.
Die passende Lösung hängt vom Bedarf ab. Einfache Tools wie orgaMAX eignen sich für den Einstieg, Allround-Systeme wie weclapp oder Unusual Suite für kombinierte Prozesse. Spezialisierte Lösungen wie Xentral sind besonders im E-Commerce relevant. Wichtig sind einfache Bedienung, schnelle Einführung und eine zentrale Datenstruktur. Entscheidend ist, dass das System im Alltag wirklich genutzt wird.